Wasserfledermaus

Myotis daubentoni

Körpermaße:
Kopf-Rumpfverhältnis: 45-55 mm
Unterarmlänge: 34-42 mm
Spannweite der Flügel: 240-275 mm
Schwanzlänge: 31-44,5 mm
Gewicht: 7-14 g
Auffällige Merkmale: Mittelgroße Art mit auffallend großen beborsteten Füßen, relativ kurzen Schwanz und kleinen Ohren. Fell oben graubraun; Bauchseite grauweiss mit oft scharfer Farbabgrenzung. Haarspitzen glänzend. Ohren und Flughäute dunkelgraubraun; Jungtiere mehr grau. Rufamplitudenmaximum bei ca. 45 kHz
Nahrung: Bevorzugen kleine Insekten wie z.B. Mücken, Schnaken und Nachtfalter, die über stehenden oder ruhig fließenden Gewässern fliegen.
Lebensweise und Lebensraum: Fliegt schon in der Dämmerung aus. Flug schnell und wendig. Wassergebundene Waldfledermaus, die vorwiegend im Flachland, dort in die Wäldern, Parks, entlang von Teichdämmen und bewachsenen Ufern von Fließgewässern und Stillgewässern lebt und gern über offenen Wasserflächen jagt. Wanderung zwischen Sommer- und Winterquartieren. Winterquartiere in Höhlen, Stollen, Bunkern, Kellern, alten Brunnenanlagen bei Temperaturen von 3-6 C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Meist eingezwängt in Spalten oder Löchern überwinternd, aber auch in großen Clustern frei an der Wand hängend. Wanderfähige Art. Sommerquartiere der Weibchen (Wochenstuben) meist in Baumhöhlen, auch in engen Spalten auf Dachböden, hinter Fensterläden, in Mauerspalten. Einzeltiere und kleine Männchengesellschaften im Sommer oft in feuchtkühlen Mauerspalten und Spalten von Steindeckerbrücken, selten in Fledermauskästen. Tagschlafquartiere weisen eher niedrige, aber relativ konstante Temperaturen auf. Jagt oft nur 5-20 cm über der Wasseroberfläche, jedoch auch um und über Bäumen. Frisst im Flug. In Jagdpausen Rast an Ästen und Mauern. Jagdgebiete meist nur 2-5 km vom Quartier entfernt.
Häufigkeit/Gefährdung: Einige lokale Populationen in Mittel- und Nordeuropa sind stabil oder haben zugenommen, anderweitig Rückgang. Gefährdet druch Habitatveränderungen, Beseitigung von Feuchtgebieten; Nahrungsentzug, Beunruhigung in/oder Zerstörung von Winterquartieren, Mangel an geeigneten Sommerquartieren (fehlendes Baumhöhlenangebot, Versiegelung von Winter- und Sommerquartieren, Veränderung der Bauweise an und in Gebäuden).
Schutz: Quartier- und Biotopschutz; Erhaltung von Altbäumen (Laubholz) an Ufersäumen, besonnener Kopfweidenschnitt, Weichholzpflanzungen an Gewässern. Erhaltung von Felswänden und aufgelassenen, wassergefüllten Steinbrüchen. Erhaltung und Gestaltung von Sommerquartieren an Brücken und Wassertunneln (1,5-3 cm breite, möglichst tiefe Spalten an rauhen Wänden).
Ähnliche-Arten:
Teichfledermaus (Myotis dasycneme)
Große Bartfledermaus (Myotis brandti)
Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
Fransenfledermaus (Myotis natterer)