Großes Mausohr

Myotis myotis

Körpermaße:
Kopf-Rumpfverhältnis: 65 - 80 mm
Unterarmlänge: 54 - 67 mm
Spannweite der Flügel: 350 - 430 mm
Schwanzlänge: 45 - 61 mm
Gewicht: 28 - 40 g
Auffällige Merkmale: Große Art, die sich durch ihre Körpermaße eindeutig von anderen unterscheidet, Schnauze relativ kurz und breit, Ohren lang und breit, Ohrvorderrand deutlich nach hinten gebogen. Das Fell ist auf dem Rücken gelblichbraun bis hellbraun, der Bauch ist hell bis weißlich mit hellbräunlichem, gelblichem oder grauen Anflug. Jungtiere dunkler.
Rufamplitudenmaximum bei ca. 28 - 62 kHz
Nahrung: vorwiegend Nachtschmetterlinge, Käfer (auch flugunfähige) Weberknechte, Heuschrecken und Spinnen.
Lebensweise und Lebensraum: Wärmeliebende Art. Fliegt zum Jagen in der Dämmerung aus, viel in Bodennähe, langsamer aber wendiger Flug, sammelt Laufkäfer vom Boden auf und frißt sie im Flug, jagt aber auch in Parks und Wiesen ca. 10 m hoch, hat feste Flugrouten. Sommerquartiere, auf geräumigen Dachböden alter Gebäude z.B. Kirchen, Schulen oder in Wohnhäusern, in den Wochenstuben sind nur Weibchen zum Teil über 500 Tieren mit ihren Jungtieren in großen Clustern frei an der Decke hängend sie bekommen meistens ein Junges, Zwillinge sind recht selten, die Männchen bilden eigene Wohnkolonien. Die Winterquartiere sind Keller, Stollen und Höhlen wo es zu größeren Ansammlungen zwischen Tieren beider Geschlechter kommt und sie überwiegend in Gruppen dicht aneinandergedrängt, freihängend schlafen. Die Winterquartiere müssen eine relative Luftfeuchtigkeit von 80 - 100% aufweisen, nicht zugig sein und eine Temperatur von 7 - 14C haben.
Häufigkeit/Gefährdung: Einige lokale Populationen in Mitteleuropa sind stabil, aber anderweitig im Rückgang. Gefährdung durch Habitat- veränderungen, Beseitigung von Feuchtgebieten, Nahrungs- entzug, Beunruhigung in/oder Zerstörung von Winterquartieren durch Verfüllung, Mangel an geeigneten Sommerquartieren durch Modernisierung bzw. Rekonstruktionen.
Ähnlich-Art:
Kleines Mausohr (Myotis blythii)